Neuigkeiten von VIB-KG

KI und Predictive Maintenance bei gebrauchten CNC-Maschinen: Nachrüstmöglichkeiten und Potentiale
Ulli Dannenmaier - 09.02.2026

KI und Predictive Maintenance machen gebrauchte CNC-Maschinen zu echten Zukunftsanlagen – gerade im Mittelstand, wo Budget und Verfügbarkeit zählen. Der Schlüssel liegt darin, Bestandsmaschinen mit Sensorik, Datenerfassung und Auswertesoftware nachzurüsten, statt alles neu zu kaufen.

Was ist Predictive Maintenance?

Predictive Maintenance ist vorausschauende Wartung: Wartung findet nicht mehr nach starren Intervallen statt, sondern genau dann, wenn Daten Anzeichen von Verschleiß oder drohenden Schäden zeigen. Typische Messgrößen sind Vibrationen an Spindeln und Lagern, Temperaturen, Stromaufnahme oder Schmier- und Kühlmittelzustände. KI-Modelle erkennen in diesen Daten Muster und Anomalien, die der Mensch so früh kaum bemerken würde.

Warum das gerade für Gebrauchtmaschinen spannend ist

Gebrauchte CNC-Dreh- und Fräsmaschinen sind oft mechanisch robust, aber digital „blind“. Durch Retrofit lässt sich das ändern: Sensorpakete, Edge-Devices und IIoT-Gateways erfassen Zustandsdaten und senden sie an lokale oder cloudbasierte Analysen. Moderne Steuerungen von Siemens, Fanuc oder Heidenhain bieten bereits Schnittstellen, ältere Maschinen können über externe Module angebunden werden. So wird aus einer gebrauchten Maschine ein datenfähiges System mit Transparenz über den tatsächlichen Zustand.

Typische Nachrüstmöglichkeiten

  • Nachrüstlösungen lassen sich meist schrittweise implementieren:
  • Vibrationssensoren an Spindeln und Achslagern zur Lager- und Unwuchtüberwachung
  • Temperatursensoren an Spindeln, Antrieben, Hydraulikaggregaten
  • Strom- und Leistungs-Monitoring der Achsen und Hauptantriebe
  • Sensorik für Kühlmittelstand und -qualität, Druck und Durchfluss
  • Edge-Controller/IIoT-Gateways zur Vorverarbeitung und sicheren Datenübertragung

Studien und Praxisprojekte zeigen, dass Retrofit-Sensorik alte Maschinen zuverlässig ins „digitale Zeitalter“ holen kann. KI-gestützte Auswertung warnt dann oft Tage vor einem Ausfall vor kritischen Abweichungen und ermöglicht rechtzeitige Eingriffe.

Wie KI konkret Mehrwert schafft

KI-Modelle (z.B. Anomalieerkennung, Klassifikation, Regression) lernen aus historischen Maschinendaten und vergleichen sie mit Live-Daten. Dadurch können sie:

  • schleichende Spindelschäden früh erkennen
  • Werkzeugverschleiß und Oberflächenprobleme andeuten
  • Überlastungen einzelner Achsen sichtbar machen
  • untypische Muster in Energie- oder Kühlmittelverbrauch melden

Unternehmen, die solche Systeme einsetzen, berichten von deutlich weniger ungeplanten Stillständen und besser planbaren Wartungsfenstern. Fraunhofer-Projekte kommen auf Trefferraten von 95–98% bei der Erkennung abweichender Prozessparameter an nachgerüsteten Bestandsanlagen.

Wirtschaftliche Effekte: Zahlen, die überzeugen

Laut Anbietern und Praxisberichten lassen sich mit Predictive Maintenance bis zu 60% der ungeplanten Ausfälle reduzieren. Gleichzeitig sinken Wartungskosten, weil Komponenten nicht mehr „auf Verdacht“, sondern nach realem Verschleißzustand gewechselt werden.

Gerade bei gebrauchten CNC-Maschinen ist das Potenzial groß:

  • Höhere Verfügbarkeit verlängert die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Maschine.
  • Planbare Stillstände lassen sich in Schichtlücken oder ruhige Zeiten legen.
  • Geringere Folgeschäden: Wenn ein Lager rechtzeitig getauscht wird, wird die Spindel nicht zerstört.

Damit steigt der Return on Investment von Gebrauchtmaschinen spürbar, weil das Risiko teurer, ungeplanter Ausfälle sinkt und die Produktivität über die gesamte Restlaufzeit hoch bleibt.

Typische Einstiegsszenarien im Mittelstand

Viele Fertiger starten klein – und das ist sinnvoll:

  • Auswahl von 1–3 kritischen Maschinen (z.B. Engpass-CNC-Drehmaschine).
  • Nachrüstung von Basis-Sensorik (Vibration, Temperatur, Strom).
  • Anbindung an ein einfaches Condition-Monitoring-System mit Dashboards.
  • Im zweiten Schritt: Einsatz von KI-Analysen bzw. Predictive-Maintenance-Modulen.
  • So können Betriebe Erfahrungen sammeln, ohne gleich die gesamte Halle umzubauen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen dann in die breitere Rollout-Strategie ein.

    Herausforderungen – und wie man sie löst

    Natürlich ist der Weg nicht ganz ohne Stolpersteine:

    • Datenqualität: Sensoren müssen sinnvoll platziert und kalibriert sein, sonst lernt die KI auf „schlechten“ Daten.
    • IT/OT-Integration: Datenwege zwischen Maschine, Edge-Device, MES/ERP und Cloud müssen sauber geplant werden.
    • Know-how: Mitarbeiter brauchen ein Grundverständnis für Dateninterpretation und Alarme, sonst versanden Projekte.

    Viele Anbieter reagieren darauf mit Komplettlösungen, die Sensorik, Plattform und KI-Modelle vorkonfiguriert liefern – inklusive Schulung und Support. Für Betriebe mit begrenzten Ressourcen ist das oft der pragmatischste Einstieg.

    Strategische Chance für Gebrauchtmaschinen-Käufer

    Wer gebrauchte CNC-Maschinen kauft, profitiert ohnehin von geringeren Investitionskosten und schneller Verfügbarkeit. In Kombination mit KI-basierter Predictive Maintenance entsteht daraus ein besonders spannendes Paket:

    • investitionsschonend (Gebrauchtpreis + Retrofit statt Neumaschine)
    • technologisch modern (Zustandsüberwachung, Daten, KI-Modelle)
    • zukunftsfähig (Industrie-4.0-Fähigkeit, bessere Transparenz gegenüber Kunden)

    So werden Gebrauchtmaschinen nicht zum Kompromiss, sondern zu einem strategischen Baustein einer smarten, hochverfügbaren Fertigung.

    Als zuverlässiger Partner für hochwertige Gebrauchtmaschinen, stehen wir gerne Rede und Antwort. Nehmen Sie jederzeit mit uns Kontakt auf!

    Finanzierung, Transport & Inbetriebnahme - Alles aus einer Hand
    Ulli Dannenmaier - 26.01.2026

    Warum ein Rundum‑Service entscheidend ist: Gebrauchtmaschinen sparen Anschaffungskosten, können aber ohne professionelle Finanzierung, sichere Logistik und fachgerechte Inbetriebnahme zu Verzögerungen und Zusatzkosten führen. Ziel dieses Beitrags ist es, Ihnen einen umsetzbaren Fahrplan zu geben, der Ausfallzeiten minimiert und Ihre Investition schützt.

    Finanzierung: Optionen, Vorteile und Praxis‑Check

    Wichtige Optionen: Leasing, Mietkauf, Bankkredit und Sale‑&‑Lease‑Back.

    • Leasing: Liquiditätsschonend, oft bilanzneutral.
    • Mietkauf: Führt ins Eigentum, planbare Raten.
    • Kredit: Niedrigere Gesamtkosten bei kurzer Laufzeit. Praxis‑Schritte: Bonitätsprüfung; Restwert‑Kalkulation; Beispielrechnung (Kaufpreis, Anzahlung, Laufzeit, Rate). 


    Transport: Vorbereitung, Versicherung, Auswahl der Spedition

    Vorbereitung ist alles: Fotos vor Verladung; Hebepunkte dokumentieren; Demontageplan erstellen.

    Absicherung: Allgefahren‑Transportversicherung empfohlen.

    Speditionsauswahl: Erfahrung mit Maschinen, Referenzen, Verpackungs‑ und Hebeleistungen vergleichen. 


    Inbetriebnahme: Rechtliche Anforderungen und technischer Ablauf

    Prüfen Sie vorab: Vorhandensein von CE‑Unterlagen und Konformitätserklärungen; ggf. Nachrüstung oder CE‑Beratung.

    Technischer Ablauf: Montage → Elektrischer Anschluss → Probelauf → Kalibrierung → Bedienerschulung → Abnahmeprotokoll. 


    Praktische Checklisten (Kurz)

    • Vor Kauf: Technische Daten, Prüfprotokolle, Fotos, Eigentumsnachweis.
    • Vor Transport: Verpackung, Hebeplan, Versicherung, Terminbestätigung.
    • Vor Inbetriebnahme: CE‑Dokumente, Stromanschluss, Sicherheitsabnahmen, Schulung.


    Kurze FAQs:

    Wie lange dauert die Inbetriebnahme? In der Regel 1–7 Tage, abhängig von Umfang und Nachrüstbedarf.

    Brauche ich eine Transportversicherung? Ja, Allgefahrenversicherung wird empfohlen.

    Welche Finanzierung passt zu mir? Hängt von Liquidität und Bilanzwirkung ab; Leasing für Liquidität, Mietkauf für Eigentum.


    Mit unseren Partner in Sachen Transport und Finanzierung bieten wir Ihnen alles aus einer Hand. Mit weiteren externen Partnern (je nach Maschinentyp bzw. -hersteller) können wir Ihnen auch bei der Inbetriebnahme behilflich sein. Stellen Sie uns auf die Probe!


    Kostenlose Erstberatung vor Ort bei Ihnen: Wir prüfen Finanzierungsoptionen, erstellen einen Logistikplan und liefern einen Inbetriebnahme‑Fahrplan. Termin vereinbaren über unser Kontaktformular.

    Wirtschaftsaufschwung 2026: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für Maschineninvestitionen ist
    Ulli Dannenmaier - 16.01.2026

    Nach zwei schweren Rezessionsjahren gibt es endlich wieder gute Nachrichten aus der Wirtschaft. Die deutsche Konjunktur hat die Talsohle durchlaufen – und das eröffnet Unternehmern neue Chancen. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, in neue oder gebrauchte Produktionsmaschinen zu investieren, dann ist 2026 der Zeitpunkt, das zu tun. Hier sind die Gründe.

    Die Trendwende ist real: Deutschland wächst wieder

    Nach zwei Jahren mit Rückgängen (2023: -0,9%, 2024: -0,5%) ist die deutsche Wirtschaft 2025 wieder gewachsen – wenn auch moderat mit +0,2%. Das mag klein klingen, ist aber psychologisch und konjunkturell ein wichtiges Signal: Die Rezession ist vorbei.

    Noch wichtiger: Die Prognosen für 2026 sind deutlich optimistischer. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung erwartet ein BIP-Wachstum von 1,2 Prozent für 2026. Das ifo-Institut prognostiziert 0,8 Prozent. Während das nicht nach Aufschwung klingt, bedeutet es real: Steigende Umsätze, mehr Aufträge, bessere Auslastung in den Fabriken.

    Ökonomen erwarten sogar einen spürbaren Aufschwung ab 2027, wenn die Investitionen des Staates in Infrastruktur und Verteidigung ihre volle Wirkung entfalten.

    Staatliche Investitionen als Katalysator

    Die gelockerte Schuldenbremse hat es der Bundesregierung ermöglicht, massive Investitionen zu tätigen. Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz beläuft sich auf 500 Milliarden Euro. Zusätzlich kommen Ausgaben für Verteidigung und Aufrüstung hinzu.

    Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

    Bessere Geschäftsbedingungen: Öffentliche Aufträge im Infrastruktur- und Verteidigungssektor schaffen Nachfrage – und diese Nachfrage schlägt sich zu Zulieferern und Fertigungsbetrieben durch.

    Steigende Konsumkraft: Haushalte werden durch staatliche Investitionen entlastet, was zu höherem Konsum führt – und mehr Konsum bedeutet mehr Nachfrage nach Konsumgütern, deren Produktion Ihre Maschinen unterstützen.

    Wettbewerbsfähigkeit durch Modernisierung: Unternehmen, die jetzt in moderne, effiziente Maschinen investieren, positionieren sich optimal für die steigende Nachfrage 2026-2027.

    Nach dem Sturm kommt die Sonne: Industrielle Erholung

    Ein faszinierendes Detail aus der Konjunkturanalyse: Die Industrie zeigt bereits Bodenbildung. Das bedeutet, dass die Talfahrt vorbei ist und Bewegung nach oben beginnt.

    Das ist entscheidend. Die deutsche Industrie ist der Motor der Wirtschaft. Wenn die Industrie aufwärts geht, folgen:

    • Höhere Auftragseingänge
    • Steigende Kapazitätsauslastung
    • Investitionen zur Steigerung der Produktionskapazität
    • Neueinstellungen

    Der logische Schluss für Unternehmer: Wenn Sie jetzt investieren, während die Industrie gerade wieder Schwung aufnimmt, profitieren Sie von steigender Nachfrage – und Ihre neue Maschinenausstattung ist genau dann produktiv, wenn die Aufträge wieder mehr werden.

    Drei Gründe, warum Gebrauchtmaschinen JETZT die perfekte Lösung sind

    Beim Gedanken an Maschineninvestitionen denken viele an Riesenbudgets und lange Lieferzeiten. Das ist bei Gebrauchtmaschinen anders – und deshalb sind sie die ideale Lösung für diese Phase der wirtschaftlichen Erholung:

    1. Schnelle Verfügbarkeit

    Neue CNC-Drehmaschinen haben oft Lieferverzögerungen von 12-24 Monaten. Gebrauchte Maschinen von namhaften Herstellern (INDEX, Tornos, Chiron, DMG MORI) sind sofort oder innerhalb weniger Wochen verfügbar.

    Wenn die Nachfrage 2026 wie prognostiziert anzieht und Ihre Konkurrenten noch auf neue Maschinen warten, sind Sie bereits im Markt und erfüllen Kundenaufträge.

    2. Optimales Preis-Leistungs-Verhältnis

    Eine neue 5-Achsen-CNC-Fräsmaschine kostet schnell 500.000 – 1 Million Euro. Eine vergleichbare gebrauchte Maschine mit moderner Steuerung kostet oft die Hälfte oder zwei Drittel. In einer Phase, wo Sie vorsichtig mit Kapital umgehen müssen, ist das entscheidend.

    Noch besser: Mit dem eingesparten Kapital können Sie weitere Maschinen kaufen oder in andere produktive Bereiche investieren. Das multipliziert Ihre Wertschöpfung.

    3. Bewährte Technologie ohne Kinderkrankheiten

    Gebrauchte Maschinen sind nicht "alte" Maschinen – sie sind bewährte, erprobte Technologie. Eine INDEX MS40-6 Mehrspindeldrehmaschine von 2015 ist heute noch eine Hochleistungsmaschine. Mit moderner Steuerung und guter Wartung produziert sie zuverlässig und wirtschaftlich noch die nächsten zehn Jahre!

    Sie kaufen nicht die Risiken neuester, ungetesteter Technologie – Sie kaufen Zuverlässigkeit, die sich bewährt hat.

    Finanzierungen sind attraktiver denn je

    In einer Phase mit wirtschaftlicher Erholung und stabilen Energiepreisen werden Banken wieder investitionsfreundlicher. Die Fachhandelsbanken und Förderungsbanken (KfW) unterstützen Investitionen in:

    • Energieeffiziente Maschinen – mit bis zu 40% Zuschüssen
    • Moderne Steuerungen – die Digitalisierung voranbringen
    • Automatisierung – um Fachkräftemangel zu mitigieren

    Kombinieren Sie einen Gebrauchtkauf (günstige Anschaffung) mit KfW-Förderung und effizienter Finanzierung – die Rechnung wird sehr attraktiv.

    Die psychologische Komponente: Schwung nutzen

    Wirtschaftliche Erholung funktioniert nicht nur auf Papier – sie funktioniert durch Psychologie. Wenn Unternehmen anfangen zu sehen, dass es aufwärts geht, investieren sie mehr. Das erzeugt eine sich selbst verstärkende positive Dynamik.

    Unternehmer, die jetzt investieren, machen ein psychologisch intelligentes Signal: Sie glauben an die Zukunft. Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner merken das. Es erzeugt Momentum.

    Was könnte noch schiefgehen? Die Risiken sind überschaubar

    Ja, es gibt noch Herausforderungen:

    • US-Zölle belasten die deutsche Exportwirtschaft noch um ca. 0,6 Prozentpunkte Wachstum 2026. Das ist real, aber nicht existenzbedrohend.
    • Geopolitische Unsicherheit bleibt. Aber die Unsicherheit war auch 2025 da – und wir erholen uns trotzdem.
    • Fachkräftemangel ist persistent. Aber genau deshalb sollten Sie in Automatisierung investieren, nicht abwarten.

    Die Chancen überwiegen die Risiken deutlich. Die Experten sagen es deutlich: Deutschland braucht jetzt Investitionen, um die industrielle Basis zu sichern.

    Die Rechnung für einen Unternehmer in 2026

    Stellen Sie sich vor:

    Sie kaufen eine gebrauchte CNC-Fräsmaschine im Januar 2026 für 250.000 EUR (eine neue würde 500.000 EUR kosten). Durch KfW-Förderung sparen Sie 50.000 EUR. Sie finanzieren 200.000 EUR über einen Maschinenbau-Spezialkredit.

    Im Laufe von 2026 und 2027 steigen Ihre Aufträge langsam aber stetig. Die neue Maschine hat nach 2-3 Jahren ihre Anschaffungskosten eingespielt – durch zusätzliche Umsätze und Deckungsbeiträge.

    Das ist nicht Spekulation. Das ist das, was Unternehmen, die zu Zeiten von Rezessionsenden investiert haben, schon immer getan haben: Sie positionieren sich für den Aufschwung.

    Fazit: Das ist Ihr Fenster

    Die deutsche Wirtschaft wächst wieder. Das ist keine Frage mehr, sondern Fakt. Die Frage ist: Werden Sie investieren und diese Welle reiten – oder werden Sie abwarten und schauen?

    Unternehmer, die in den letzten Rezessionen in gebrauchte, hochwertige Maschinen investiert haben, sind heute in den stärksten Positionen. Sie hatten niedrigere Kosten, schneller Verfügbarkeit und vollen Nutzen aus dem Aufschwung.

    2026 bietet dieselbe Chance.

    Mit stabilen Wachstumsprognosen, staatlicher Investitionsunterstützung und einer Industrie, die wieder auf den Beinen kommt, ist jetzt wirklich der Zeitpunkt, um in Ihre Fertigung zu investieren.

    VIB KG ist dafür da, Ihnen die richtige Gebrauchtmaschine zum richtigen Preis zu finden – schnell, zuverlässig und mit vollständiger Beratung. Wir haben das Portfolio, die Expertise und das Netzwerk, um Sie in dieser Aufschwungphase optimal zu unterstützen.

    Die Frage ist nicht mehr "ob" – die Frage ist: Wann beginnen Sie?

    Quellennachweis

    Statistisches Bundesamt (Januar 2026): Deutsche Wirtschaft 2025 um 0,2% gewachsen. Wachstumsprognose 2026: ca. 1%.

    Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung (Januar 2026): Jahresausblick 2026. BIP-Wachstumsprognose: 1,2%.

    ifo-Institut (Dezember 2025): Konjunkturprognose für 2026. BIP-Wachstum: 0,8%, US-Zölle belasten um 0,6 Prozentpunkte.


    Ulli Dannenmaier - 01.01.2026

    Tolle Gebrauchtmaschinen gibt es auf unserer Webseite unter: www.vib-kg.de/gebrauchtmaschinen. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall!!

    Lieferkettenstabilität durch inländische Fertigung: Warum Maschineninvestitionen jetzt strategisch sind
    Ulli Dannenmaier - 15.12.2025

    Die globalen Lieferketten sind unter Druck. Geopolitische Spannungen, Zölle, Handelsbarrieren und Supply-Chain-Disruptions haben Tausenden von Unternehmen deutlich vor Augen geführt: Konzentration auf wenige Lieferanten und weit entfernte Produktionsstätten ist ein Risiko. 2025 ist das Jahr, in dem ein strategischer Gegenkurs stattfindet – und Maschinentechnologie ist der Schlüssel dazu.

    Die Krise der globalen Lieferketten

    Die Zahlen sind beeindruckend: 97% der Hersteller berichten von Störungen aufgrund der Komplexität ihrer Lieferketten. Regulatorische Veränderungen – von US-Zöllen über Russland-Sanktionen bis zu neuen EU-Compliance-Anforderungen – sind für 33% der Befragten die größte Herausforderung im Jahr 2025.​

    Was früher als Kostenoptimierung galt, wird nun zum Risikofaktor: lange Transportwege, fehlende Transparenz, unkalkulierbare Verzögerungen. Hinzu kommt ein neuer Faktor: Zölle und Frachtraten machen die inländische Produktion plötzlich wirtschaftlich konkurrenzfähig – teilweise sogar günstiger als die Beschaffung aus dem asiatischen Ausland.​

    Der strategische Wandel: Nearshoring und Onshoring als Megatrend

    Die Fertigungsindustrie reagiert. 61% der Hersteller weltweit planen, ihre Lieferketten zu nearshoren – die Produktion also näher an den Heimatmarkt zu verlagern. Für Deutschland und die DACH-Region bedeutet dies konkret: eine Rückbesinnung auf inländische und europäische Fertigung.​

    Dieser Trend ist nicht vorübergehend. Experten sprechen von einer langfristigen strategischen Neuausrichtung, nicht einer kurzfristigen Modeerscheinung. Die wichtigsten Treiber sind:​

    Risikominderung und Resilienz – Unternehmen diversifizieren ihre Lieferantenbasis und schaffen regionale Puffer gegen geopolitische Risiken.​

    Schnellere Reaktionszeiten – Mit Produktion vor Ort können Unternehmen deutlich schneller auf Kundenanforderungen reagieren. Die Lieferketten werden kürzer, die Lagerbestände können sinken.​

    Bessere Qualitätskontrolle – Produktion in der Nähe ermöglicht regelmäßige Besuche, direkte Kommunikation und strikte Qualitätsüberwachung.​

    Nachhaltigkeitsvorteile – Kürzere Transportwege bedeuten weniger CO₂-Emissionen, weniger Kraftstoffverbrauch und bessere Umweltbilanzen.​

    Transparenz und Compliance – Im Zeitalter von Lieferketten-Compliance und ESG-Anforderungen ist die Kontrolle über lokale Produktion ein enormer Vorteil.

    Deutschland im Fokus: Die inländische Fertigung als Wettbewerbsvorteil

    Während globale Megakonzerne ihre Produktion neu bewerten, eröffnet sich für deutsche Mittelständler eine historische Chance. Deutschland verfügt über:

    • Hochqualifizierte Fachkräfte – Trotz Fachkräftemangels bleibt Deutschland ein Magnet für spezialisierte Produktion
    • Etablierte Qualitätsstandards – Made in Germany genießt Weltvertrauen
    • Moderne Infrastruktur – Verkehr, Energie, digitale Anbindung sind vorhanden
    • Technologische Innovation – Der Maschinenbau hat sich nie von seiner Weltmarktposition verabschiedet
    • Stabilität und Rechtssicherheit – Im Gegensatz zu vielen Offshoring-Ländern gibt es keine unerwarteten politischen Umbrüche

    Die Bundesregierung fördert diese Entwicklung aktiv: Staatliche Investitionen und Forschungsförderung zielen darauf ab, strategische Produktionskapazitäten in Deutschland aufzubauen und zu sichern.​

    Maschinentechnologie als Enabler der Rückverlagerung

    Jetzt wird es interessant für Ihre Fertigungsstrategie. Die Rückverlagerung von Produktion nach Deutschland ist wirtschaftlich nur dann tragbar, wenn die Produktivität stimmt. Hier greift die Maschinentechnologie an:

    CNC-Automatisierung gegen Fachkräftemangel

    Der Mangel an qualifizierten Maschinenbedienern ist real. Mit modernen CNC-Drehmaschinen und -Fräsmaschinen können Arbeitsschritte teilweise automatisiert werden, was den Bedarf an manuellen Operatoren senkt. Gleichzeitig ermöglichen intuitive Bedienoberflächen (wie Siemens Sinumerik 840D oder Fanuc-Systeme) eine schnellere Einarbeitung weniger erfahrener Mitarbeiter.​

    Mehrspindler und Automatisiertes Handling

    INDEX MS-Serien und vergleichbare Mehrspindel-Drehautomaten können in hohem Tempo produzieren – oft mit reduzierten Rüstzeiten. Das macht kleine bis mittlere Chargen in Deutschland wirtschaftlich, ohne dass die Kosten explodieren.

    Inline-Messung und Qualitätssicherung

    Hochmoderne Messmaschinen und inline-Messtechnik ermöglichen es, Qualität in Echtzeit zu überwachen. Das reduziert Ausschussquoten und Nacharbeit – ein enormer Produktivitätsvorteil.

    Flexible Fertigung für wechselnde Anforderungen

    5-Achsen-Bearbeitungszentren erlauben komplexe Geometrien mit minimalem Rüstaufwand. In Zeiten volatiler Märkte ist Flexibilität ein Wettbewerbsvorteil: Sie können schneller zwischen Produktvarianten wechseln.

    Digitale Integration und Industrie 4.0

    Moderne Maschinen mit cloudbasierten Steuerungen ermöglichen Echtzeitüberwachung und Predictive Maintenance. Das reduziert ungeplante Ausfallzeiten und optimiert die Gesamtanlageeffektivität (OEE).

    Warum jetzt investieren? Die wirtschaftliche Rechnung

    Verglichen mit einem Szenario, das Sie noch vor 3-5 Jahren gemacht hätten, hat sich die Rechnung fundamental verschoben:

    Kriterium Offshoring (Asien)Inländische FertigungZölle und Tarife15-25% auf ImporteWegfall durch lokale ProduktionTransportkosten 6-12 Wochen + 5-10% Kosten1-2 Wochen + 1-3% KostenWährungsrisiken Hoch (Wechselkurse schwanken)MinimalLagerhaltungHohe Bestände zur RisikominderungGeringere Bestände möglichQualitätskontrolle Zeitverzögert, schwierigEchtzeit, direktFlexibilität Niedrig, lange AnpassungszeitenHoch, schnelle UmstellungenGeopolitisches Risikoch (Embargos, Sanktionen)Minimal

    Beispiel aus der Praxis: Ein mittelgroßer Elektronikhersteller verlagerte seinen Betrieb 2024 von Vietnam nach Ohio – und senkte die Gesamtproduktionskosten innerhalb eines Jahres um 15%, ohne Produktionseinbußen. Ähnliche Szenarien spielen sich in Deutschland ab, wenn Unternehmen intelligente Automatisierung einsetzen.​

    Die Investitionsstrategie für 2025-2026

    Wenn Sie jetzt in neue oder gebrauchte Maschinen investieren, sollten Sie diese strategischen Aspekte beachten:

    1. Automatisierungsgrad erhöhen

    Mehrspindler-Drehmaschinen (wie INDEX MS40-6 oder Tornos Mehrspindler) sind die ideale Lösung für mittlere Serien. Sie produzieren mit minimaler Personalabhängigkeit und maximaler Flexibilität.

    2. Hochpräzisions-Frästechnologie

    5-Achsen-Bearbeitungszentren ermöglichen komplexe Geometrien, die sonst Zeit- und kostenintensiv wären. Sie verdichten die Wertschöpfung pro Maschine und Schicht.

    3. Inline-Messung und Datenerfassung

    Messmaschinen und Qualitätskontrollsysteme sind keine Kosten, sondern Investitionen in Verschleiß-Prävention und Kunde-Zufriedenheit.

    4. Reinigung und Materialhandling automatisieren

    Automatische Teilereinigungsanlagen (Höckh, Pero) und Stangenlademagazine reduzieren manuelle Tätigkeiten und Fehlerquellen.

    5. Gebrauchte Hochleistungsmaschinen nutzen

    Hier kommt VIB KG ins Spiel: Gebrauchte Maschinen mit moderner Steuerung bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie können eine vollständige Produktionslinie zu Kosten aufbauen, die Investitionen wirtschaftlich macht, ohne finanzielle Überlastung.

    Staatliche Förderungen nutzen

    Die Bundesregierung unterstützt diese Strategie aktiv:

    • Forschungs- und Entwicklungsförderung für innovative Fertigungstechnologien​
    • Investitionsabzugsbeträge und degressive Abschreibungen (bis Juli 2025 besonders großzügig)​
    • KfW-Förderung für energieeffiziente und digitalisierte Maschinen
    • Lokale und regionale Programme für Industrie 4.0 und Mittelstandsförderung

    Viele dieser Programme werden in 2026 weitergehen – es lohnt sich, jetzt mit den Planungen zu beginnen.

    Das geopolitische Fenster: Es wird nicht ewig offen bleiben

    Ein wichtiger Punkt: Dieser Trend wird angetrieben durch geopolitische Unsicherheiten und Zollpolitik. Es ist nicht garantiert, dass diese Rahmenbedingungen unverändert bleiben. Wer die nächsten 12-24 Monate nutzt, um Produktionskapazitäten aufzubauen, schafft eine Struktur, die wartbar und profitabel bleibt – unabhängig davon, wie sich die politische Lage weiterentwickelt.

    Im Gegensatz dazu: Wer jetzt wartet, wird unter Druck geraten, wenn regulatorische Zwänge verschärft werden oder Handelsbarrieren unerwartet erhöht werden.

    Was das für VIB Dannenmaier und Ihre Lieferkette bedeutet

    Genau an diesem Punkt positioniert sich VIB KG als strategischer Partner:

    • Umfangreicher Maschinenbestand mit modernen CNC-Systemen von INDEX, Tornos, Chiron, DMG MORI und anderen führt Sie schnell zu produktiven Anlagen
    • Beratung zur Fertigungsstrategie – nicht nur Maschinenverkauf, sondern strategische Planung für Ihre Rückverlagerung
    • Weltweite Beschaffung und schnelle Lieferung – weil Ihre neue Fertigungslinie nicht warten kann
    • Finanzierungsflexibilität – Leasing, Kauf, innovative Modelle für enge Budgets
    • Nach-Sales-Service und technische Unterstützung – weil eine Maschine nur so gut ist wie ihr Support

    Fazit: Der Wendepunkt ist jetzt

    2025 ist nicht das Jahr, in dem Sie abwarten und schauen sollten. Es ist das Jahr, in dem Sie aktiv werden. Die Kombination aus geopolitischen Risiken, Zöllen, Fachkräftemangel und modernen Automatisierungstechnologien macht inländische Fertigung nicht nur attraktiv – sie macht sie erforderlich.

    Maschineninvestitionen sind dafür der Hebel. Mit durchdachter Auswahl, modernen Steuerungen und intelligenter Automatisierung können Sie Ihre Produktivität erhöhen und gleichzeitig Lieferketten-Risiken massiv senken.

    Der Markt bewegt sich. Die Frage ist: Bewegen Sie sich mit? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

    VIB wünscht eine schöne Adventszeit!!
    Ulli Dannenmaier - 01.12.2025

    Stimmungsvolle Gebrauchtmaschinen gibt es auf unserer Webseite unter: www.vib-kg.de/gebrauchtmaschinen. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall!!

    Maschinenporträt: INDEX MS40-6 – Der hochproduktive CNC-Mehrspindeldrehautomat für moderne Serienfertigung
    Ulli Dannenmaier - 19.11.2025

    Die INDEX MS40-6 ist eine der am häufigsten eingesetzten CNC-Mehrspindeldrehmaschinen im deutschsprachigen Raum. Mit ihren sechs Hauptspindeln und innovativen Fertigungstechnologien setzt sie neue Maßstäbe für hochproduktive Serienfertigung. Ein Maschinenporträt.

    Einleitung: Der Industriestandard für CNC-Mehrspindelbearbeitung

    Die INDEX MS40-6 ist weit mehr als nur eine Drehmaschine – sie ist ein bewährtes Konzept für wirtschaftliche Massenfertigung, das sich weltweit in tausenden Betrieben bewährt hat. Mit dem Motto "better.parts.faster" verkörpert der INDEX-Mehrspindeldrehautomat exakt das, worauf moderne Fertigungsbetriebe angewiesen sind: höchste Produktivität bei gleichzeitiger Präzision und Flexibilität.

    Ob in der Automobilzulieferindustrie, der Elektrotechnik oder der Sanitärtechnik – die MS40-6 bearbeitet täglich Millionen von Teilen in kürzesten Stückzeiten. Dieses Maschinenporträt erklärt, warum dieser CNC-Mehrspindeldrehautomat seit seiner Einführung zu den beliebtesten Maschinen seiner Klasse zählt.

    Das revolutionäre Maschinenkonzept der INDEX MS40-6

    Die Spindeltrommel: Das Kernstück der Präzision

    Das Herzstück der INDEX MS40-6 ist die legendäre Spindeltrommel – ein ingenieurtechnisches Meisterwerk, das den Unterschied zwischen guter und exzellenter Mehrspindelbearbeitung ausmacht.

    Die Kernkomponenten im Detail:

    Sechs fluidgekühlte Motorspindeln sind direkt in der kompakten Spindeltrommel integriert. Diese Bauweise bietet mehrere entscheidende Vorteile:

    • Stufenlose, unabhängige Drehzahlregelung: Jede der sechs Spindeln kann eine eigene, optimale Drehzahl haben – sogar während der Bearbeitung und im laufenden Schnitt änderbar
    • Hirth-Verzahnung für maximale Präzision: Diese bewährte Verriegelungstechnik sorgt für höchste Steifigkeit und Wiederholgenauigkeit
    • Fluid-Kühlung: Verhindert Wärmestau und ermöglicht stabile Langzeitbearbeitung
    • Wartungsfreiheit: Die moderne Konstruktion reduziert Wartungsintervalle drastisch

    Praktischer Vorteil: Mit stufenlos regulierbaren Drehzahlen für jede Spindel lassen sich auch schwierige Werkstoffe wirtschaftlich bearbeiten – hochfeste Stähle, Edelstahl oder Titanlegierungen sind kein Problem mehr.

    Rüstfreundlichkeit: Der frei zugängliche Arbeitsraum

    Ein häufiges Problem bei älteren Mehrspindlern: Der Arbeitsraum ist eng, verwinkelt und ein Rüsten dauert Stunden. Die INDEX MS40-6 revolutioniert dies mit einem großzügig dimensionierten, frei zugänglichen Arbeitsraum.

    Die Designphilosophie:

    • Die Werkzeugträger sind ohne Längsschlittenblock angeordnet
    • Beide Seiten sind über große Schiebetüren problemlos zugänglich
    • Jede Position im Arbeitsraum ist für den Einrichter erreichbar
    • Dies reduziert Rüstzeiten um 30-50% gegenüber älteren Mehrspindler-Modellen

    Messbarer Produktivitätsvorteil: In einem typischen Betrieb mit 20 verschiedenen Teilen pro Woche sparen Sie pro Umrüstung mindestens 1-2 Stunden. Das sind 20-40 produktive Stunden pro Woche – oder zwei volle Produktionstage pro Monat!

    Technische Merkmale der INDEX MS40-6

    Die Präzisions-Spezifikationen

    • Spindeldurchlass | 40 mm Stangendurchmesser | Ideal für KFZ-Zulieferungen, Elektrotechnik |
    • Max. Drehzahl | 7.000 min⁻¹ | Genügend für Hochfrequenz-Hochgeschwindigkeitsbearbeitung |
    • Leistung (100% ED / 25% ED) | 13 kW / 24 kW | Robuste Reserve für anspruchsvolle Bearbeitung |
    • Max. Drehmoment | 31 Nm / 57 Nm | Hohe Schnittkräfte möglich |
    • Werkzeugträger max. | 12 pro Spindellage | Extrem vielseitig konfigurierbar |
    • Schlittenweg X | 73 mm | Kompakt und präzise |
    • Schlittenweg Z | 120 mm | Ausreichend für komplexe Konturen |
    • Schlittenweg Y (optional) | 42 mm | Ermöglicht Exzenter- und Schrägbohrungen |

    Schwenk-Synchronspindeln für Rückseitenbearbeitung

    Ein Highlight der MS40-6: Optional bis zu zwei Schwenk-Synchronspindeln für die B-Seite (Rückseitenbearbeitung).

    Spezifikationen:

    • Spanndurchmesser: 40 mm
    • Max. Drehzahl: 8.000 min⁻¹
    • Nennleistung: 10 kW / 14 kW bei 100% / 40% ED
    • Drehmoment: 16 Nm / 22 Nm
    • Schwenkwinkel: 144°
    • Hydraulische Verriegelung mit Hirth-Verzahnung

    Praktische Bedeutung: Mit Rückseitenbearbeitung verdreifacht sich die mögliche Komplexität der Werkstücke. Eine Schraube mit Kontur auf der Vorderseite UND Rückseitenbearbeitung entsteht in einem Arbeitsschritt – statt zwei separaten Maschinengängen.

    Hydrostatische Z-Achse: Verschleißfreiheit durch Präzision

    Die Z-Achse der MS40-6 nutzt eine hydrostatische Lagerung mit Pinolen – eine hochpräzise, verschleißfreie Technologie:

    Vorteile:

    • Keine Verschleißflächen: Hydrostatic Film verhindert direkten Verschleiß
    • Langzeitstabilität: Maschinen mit dieser Technologie halten >99% ihrer Präzision nach 10 Jahren Betrieb
    • Temperaturstabilität: Hydrostatische Lagerung ist weniger temperaturempfindlich
    • Kostenersparnis: Keine regelmäßigen Verschleißteil-Wechsel nötig

    Bearbeitungsmöglichkeiten der INDEX MS40-6: "Mehr als nur Drehen"

    Die MS40-6 ist wahrlich eine Universalmaschine für Präzisionsteile. Mit den richtigen Werkzeugen und Optionen sind folgende Bearbeitungsvorgänge möglich:

     1. Klassische Drehbearbeitung

    • Außen- und Innendrehen
    • Abstechen und Abstechnen
    • Konturdrehen mit beliebiger Formgebung

     2. Bohrvorgänge

    • Außermittiges Bohren: Mit C-Achse und angetriebenen Werkzeugen
    • Schrägbohren: In beliebigen Winkeln
    • Querbohren: Senkrecht zur Drehachse
    • Tieflochbohren: Mit Hochdruckkühlmittel

     3. Gewindeschneiden und Gewindebohren

    • Metrische, zöllige und beliebige Gewindesätze
    • Über die Spindelsynchronisation präzise erzeugbar
    • Auch Feingewinde problemlos

     4. Fräsbearbeitung

    • Scheibenfräsen: Mit C-Achse und Transmitfunktion (elektronisches Differentialgetriebe)
    • Fingerfräsen: Mit Y-Achse für komplexe Konturen
    • Tauchfräsen: Für Nuten und Konturfräsungen
    • Verzahnungsfräsen: Präzise Zahnbearbeitung mit elektronischer Kopplung

     5. Spezialbearbeitungen

    • Entgraten: Mit elliptischen Bewegungen, präzise durch Achsen-Interpolation
    • Mehrkantdrehen: Für sechskant-, vierkant- oder flachgeformte Werkstücke
    • Abwälzfräsen: Komplexe Verzahnungsbearbeitungen
    • Senken und Fasen: Professionelle Kantenvorbereitung

    Praktisches Beispiel: Die Automobilschraube

    Eine typische Anwendung zeigt die Vielseitigkeit: Eine M6-Schraube mit Innensechskant-Senke für eine Motorelektronik-Anwendung:

    1. Station 1-3: Außendrehen des Schraubenkopfes mit Bund (3 Spindeln)

    2. Station 4-5: Gewindeschneiden und Abstechen (2 Spindeln)

    3. Rückseitenbearbeitung: Senke für Innensechskant fräsen (1 Synchronspindel)

    Ergebnis: Das fertige Teil verlässt die Maschine – keine weitere Nachbearbeitung nötig. Stückzeit: 8-12 Sekunden.

    Die Steuerung: Siemens Sinumerik 840D Solution Line

    Die INDEX MS40-6 wird serienmäßig mit der modernen Siemens Sinumerik 840D Solution Line ausgestattet – eine Entscheidung, die bestens durchdacht ist.

    Die iXpanel Bedienoberfläche

    Das iXpanel Bedienkonzept revolutioniert die Bedienerfreundlichkeit:

    Standard-Features:

    • 18,5" Multi-Touch-Monitor für intuitive Bedienung
    • Klar strukturierte Bedienmasken für sichere Maschinenbedienung
    • Grafische Simulation der Bearbeitungsvorgänge
    • Direkte Werkstückzeichnung auf dem Display (optional)
    • Rüstlisten und Werkzeugverwaltung integriert
    • Technologie-Zyklen für wiederkehrende Bearbeitungen

    Industrie 4.0 – Standard ab Werk:

    • Teleservice für Remote-Wartung
    • Auftragsmanagement und Produktionsdatenerfassung
    • Optional VPC-Box (Virtual Production Center) für Cloud-Integration
    • MES/ERP-Anbindung über OPC UA

    Programmierung: Sicher und schnell

    Mit ShopMill erlauben Sie Ihren Bedienern schnelle, sichere Programmierung:

    • Grafische Zyklen statt komplizierte G-Code-Programmierung
    • Risikofreier: Kollisionserkennung in Echtzeit
    • Schneller: Typisch 30% kürzere Programmierzeit als manueller Code
    • Flexibel: Manuelles Editieren technischer Parameter möglich

    Automatisierungsoptionen: Steigerung zur vollautomatischen Produktion

    Die MS40-6 können Sie mit verschiedenen Handhabungssystemen automatisieren:

    1. Roboter-Integration (6-Achsen)

    • Be- und Entladung mit Industrieroboter
    • Typisch: Fanuc M-10iA/12S
    • Ermöglicht unbemannten 24/7-Betrieb
    • Schnelle Taktzeitoptimierung

    2. Linearshuttle mit Zwischengreifer

    • Lageorientierte, beschädigungsfreie Teileabführung
    • Kombinierte linear/rotative Bewegung
    • Handover in der Nebenzeit der Maschine

    3. Optionaler Teilebandförderer

    • Internales oder externales Förderband
    • Automatische Sortierung und Weiterleitung
    • Integration in bestehende Produktionslinien

    Investitions-ROI: Die Automatisierung kostet zwischen 50.000 und 150.000 Euro extra – erzeugt aber Produktivitätssteigerungen von 20-50% durch 24/7-Betrieb.

    Praxisbewährung: Echte Kundenreferenzen

    Beispiel 1: Automobilzulieferer (Größe: Mittelstand, Stückzahl: 2-5 Mio./Jahr)

    Ein südwestdeutscher Zulieferer für Motorenbau hatte klassische Mehrspindel-Drehautomaten, die bei Konturfräsungen an ihre Grenzen stießen. Mit drei INDEX MS40-6 Maschinen gelang es dem Unternehmen:

    • Stückzeit reduziert von 18 auf 12 Sekunden (33% Steigerung)
    • Rüstzeiten halbiert dank verbesserter Zugänglichkeit
    • Materialverschwendung um 15% reduziert (bessere Kühlung, optimierte Drehzahlen)
    • Ausschussquote: von 0,8% auf 0,2%

    Fazit des Werksleiters: "Die MS40-6 hat uns nicht nur schneller gemacht, sondern deutlich wirtschaftlicher. Die Rüstfreundlichkeit ist unschlagbar."

    Beispiel 2: Elektrotechnik-Komponenten (Kleine Serien, Flexibilität wichtig)

    Ein Elektrotechnik-Spezialist benötigte eine Maschine für 10-20 verschiedene Teile pro Woche. Die MS40-6 ermöglichte:

    • Schnelle Umrüstung: 30 Minuten zwischen verschiedenen Teilen
    • Flexiblere CNC-Programmierung: Komplexe Teile ohne teure Wendelbahn-Nocken
    • Kosteneinsparung: Reduktion Maschinenstundensatz durch verlängerte Lebensdauer

    Fazit: "Wir hätten keine bessere Wahl treffen können. Die Maschine ist praktisch der 'Alleskönner' für flexible Serienfertigung."

    Die INDEX MS40-6 im Vergleich: Wann ist sie die richtige Wahl?

    Ideal für:

    ✅ Mittlere Serien (10.000 - 2 Mio. Teile/Jahr)

    ✅ Komplexe Drehteile mit Fräsbearbeitungen

    ✅ Automobilzulieferung und Elektrotechnik

    ✅ Produzenten, die Flexibilität brauchen (viele verschiedene Teile)

    ✅ Betriebe mit Automatisierungsplänen

     Weniger geeignet für:

    ❌ Reine Massenfertigung einzelner Teile (>10 Mio./Jahr) – klassische Nockenwellen-Mehrspindler günstiger

    ❌ Hochpräzisions-Aerospace (>0,01 mm Toleranzen) – eher spezialisierte Maschinen

    ❌ Sehr lange Werkstücke (>200 mm) – Langdreher besser geeignet

    Wartung und Lebensdauer: Was Sie erwartet

    Die INDEX MS40-6 ist bekannt für lange Lebensdauer und geringe Wartungsanforderungen.

    Wartungsintervalle

    • Täglich: Kühlmittel kontrollieren, Späneabfuhr prüfen
    • Wöchentlich: Filterwechsel (je nach Maschinenlast)
    • Monatlich: Motorspindeln auf Vibrationen prüfen
    • Jährlich: Hauptservice durch Fachmechaniker
    • Alle 3-5 Jahre: Größere Überholung

     Lebensdauer

    • Typisch: 15-25 Jahre Produktivbetrieb
    • Maximal: Mit guter Wartung bis 30+ Jahre möglich
    • Wertverlust: Gering – gebrauchte MS40-6 halten ihre Wertigkeit besser als viele andere Maschinen

    Retrofit und Modernisierung: Die MS40-6 zukunftssicher machen

    Besonders interessant für Käufer einer gebrauchten MS40-6:

    Mögliche Modernisierungen:

    • Steuerungs-Update: Alte Sinumerik 840D → 840D SL oder ONE (~20.000 €)
    • IoT-Anbindung: Industry 4.0-Vernetzung (~15.000 €)
    • Spindel-Generalüberholung: 30.000 km = 15 Jahre → wie neu (~25.000 €)
    • Drehzahl-Upgrade: Auf bis zu 10.000 min⁻¹ (~10.000 €)
    • Y-Achsen-Nachrüstung: Falls nicht vorhanden (~15.000 €)

    Mit diesen Investitionen wird eine 10-15 Jahre alte MS40-6 zu einer modernen, produktiven Maschine – oft günstiger als eine Neumaschine.

    Die INDEX MS40-6 bei VIB KG: Ihr zuverlässiger Partner

    Bei VIB KG haben wir regelmäßig diese bewährten Maschinen im Bestand. Als Gebrauchtmaschinenhändler mit über 40 Jahren Erfahrung wissen wir genau:

    Was macht eine gute gebrauchte INDEX MS40-6 aus:

    - ✅ Normale Betriebsstunden (unter 5.000 h/Jahr im Durchschnitt)

    - ✅ Vollständige Wartungsgeschichte dokumentiert

    - ✅ Alle Motorspindeln verschleißfrei (Vibrationstest nötig)

    - ✅ Moderne Steuerung (840D SL bevorzugt)

    - ✅ Ohne Verschleißrisse in tragenden Strukturen

    Fazit: Eine Investition in bewährte Technologie

    Die INDEX MS40-6 ist nicht der spektakulärste Mehrspindler auf dem Markt – aber wohl einer der zuverlässigsten und wirtschaftlichsten. Tausende dieser Maschinen laufen weltweit täglich in anspruchsvollen Produktionen.

    Ihre Stärken:

    • Bewährtes Konzept seit Jahrzehnten
    • Unschlagbare Rüstfreundlichkeit
    • Flexible CNC-Programmierung für komplexe Teile
    • Hohe Verfügbarkeit und geringe Ausfallquoten
    • Moderne Steuerung mit Industrie 4.0
    • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei Gebrauchtmaschinen

    Wer in die INDEX MS40-6 investiert, investiert in bewährte, produktive Industrietechnik, die sich schnell amortisiert und jahrzehntelang zuverlässig Einnahmen generiert.


    Sie interessieren sich für eine INDEX MS40-6? Bei VIB Dannenmaier finden Sie regelmäßig diese gefragten Mehrspindler-Drehautomaten – mit voller Dokumentation und realistische Beratung. Kontaktieren Sie uns für aktuelle Verfügbarkeiten, technische Fragen oder für eine persönliche Demonstration "unter Span". Wir haben aber auch andere Index Mehrspindler zu verkaufen...

    Gebrauchte Drehmaschinen und Fräsmaschinen für Metall: Der Kaufratgeber für 2025
    Ulli Dannenmaier - 12.11.2025

    Sie suchen eine gebrauchte Drehmaschine oder gebrauchte CNC-Fräsmaschinen für Ihre Metallverarbeitung? Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen – mit praktischen Tipps, Marktüberblick und konkreten Entscheidungskriterien.

    Warum gebrauchte Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung jetzt die intelligente Wahl sind

    Der Markt für gebrauchte Drehmaschinen und Fräsmaschinen für Metall hat sich dramatisch gewandelt. Während vor einigen Jahren der Kauf einer gebrauchten Drehmaschine oft mit Skepsis betrachtet wurde, gilt heute: Wer strategisch smart einkauft, sichert sich hochwertiges Equipment zu einem Bruchteil des Neupreises – ohne Kompromisse bei Qualität und Leistung.

    Die Gründe sind vielfältig: Viele Unternehmen modernisieren ihre Maschinenparks und trennen sich von noch vollkommen funktionstüchtigen Drehmaschinen gebraucht. Die durchschnittliche Lebensdauer einer CNC-Drehmaschine liegt bei 20-30 Jahren – wer heute eine gebrauchte Drehmaschine kauft, kann Jahrzehnte damit arbeiten.

    Die Fakten sprechen für sich:

    • Kostenersparnis: 40-60% unter dem Neuwert möglich
    • Sofortige Verfügbarkeit: Keine Wartezeiten wie bei Neumaschinen
    • Bewährte Technologie: Unter Strom getestete Zuverlässigkeit
    • Nachhaltig: Ressourcenschonende Wiederverwendung reduziert CO₂-Footprint
    • Finanzielle Vorteile: Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für gebrauchte Maschinen

    Die richtige gebrauchte Drehmaschine finden: Worauf kommt es an?

    Eine gebrauchte Drehmaschine ist nicht gleich gebrauchte Drehmaschine. Der Markt unterscheidet fundamentale Maschinentypen, die völlig unterschiedliche Anforderungen erfüllen.

    Drehmaschinen gebraucht: Die verschiedenen Typen

    Konventionelle Drehmaschinen (manuell gesteuert)

    • Bedienung: Manuell, mit Handrädern
    • Ideal für: Einzelteile, Prototypen, Werkstatt-Flexibilität
    • Genauigkeit: ±0,1-0,5 mm
    • Preisspanne gebraucht: 2.000 - 15.000 Euro
    • Vorteile: Günstig, wartungsarm, flexible Rüstzeiten
    • Nachteile: Personalintensiv, begrenzte Wiederholgenauigkeit

    CNC-Drehmaschinen (computergesteuert)

    • Bedienung: Programmgesteuert
    • Ideal für: Serien, hohe Präzision, automatisierter Betrieb
    • Genauigkeit: ±0,01-0,05 mm
    • Preisspanne gebraucht: 8.000 - 500.000 Euro
    • Vorteile: Hohe Genauigkeit, automatisiert, Wiederholbarkeit
    •  Nachteile: Höherer Anschaffungspreis, Steuerungskenntnisse nötig

    Mehrspindel-Drehmaschinen

    • Bedienung: Programmgesteuert, oft vollautomatisch
    • Ideal für: Mittlere bis große Serien, Massenfertigung
    • Genauigkeit: ±0,005-0,02 mm
    • Preisspanne gebraucht: 15.000 - 800.000 Euro
    • Vorteile: Extrem produktiv, beste Ausbringungsraten
    • Nachteile: Komplexe Programmierung, höherer Wartungsaufwand

    Fräsmaschinen für Metall: Gebrauchte CNC-Fräsmaschinen und konventionelle Varianten

    Der Markt für gebrauchte Fräsmaschinen für Metall ist ebenso vielfältig:

    Konventionelle Vertikalfräsmaschinen

    • Bearbeitbare Materialien: Alle Metalle, Kunststoffe
    • Genauigkeit: ±0,05-0,2 mm
    • Preisspanne gebraucht: 3.000 - 30.000 Euro
    • Best für: Werkzeugbau, Kundenaufträge, Flexibilität
    • Typische Hersteller: Emco, Hermle, DMG Gildemeister, Chiron, Stama

    CNC-Fräsmaschinen gebraucht (3-Achsen)

    • Bearbeitbare Materialien: Alle Metalle, Kunststoffe
    • Genauigkeit: ±0,01-0,05 mm
    • Preisspanne gebraucht: 5.000 - 80.000 Euro
    • Best für: Mittlere Serien, hohe Präzision
    • Automatische Werkzeugwechsel Standard

    5-Achsen-Bearbeitungszentren

    •  Bearbeitbare Materialien: Alle Metalle, auch schwierige
    • Genauigkeit: ±0,005-0,02 mm
    • Preisspanne gebraucht: 20.000 - 500.000 Euro
    • Best für: Komplexe Geometrien, hochpräzise Teile
    • Erforderliche Expertise: Höher, CAM-Kenntnisse nötig

    Der Qualitätscheck: Was Sie vor dem Kauf einer gebrauchten Drehmaschine beachten müssen

    Der Zustand ist entscheidend. Eine gründliche Inspektion schützt Sie vor teuren Überraschungen.

    Die wichtigsten Inspektionspunkte bei einer Drehmaschine gebraucht:

    Mechanische Komponenten (50-60% der Gesamtwertigkeit)

    • Spindelstock: Keine Unwucht, Laute oder Vibrationen?
    • Führungen: Verschleißfrei? Keine Kratzer oder Dellen?
    • Getriebe: Schmiert sauber ohne Verunreinigungen?
    • Lagerungen: Spielfrei und gängig?
    • Palpation: Alle Achsen laufen seidenweich?

    Steuerung und Elektrik

    • Welche Steuerung ist verbaut? (Siemens, Fanuc, Heidenhain?)
    • Funktioniert die Bedienoberfläche zuverlässig?
    • Sind Ersatzteile für die Steuerung noch verfügbar?
    • Firmware aktuell? Updates noch möglich?

    Dokumentation und History

    • Wartungsprotokolle vorhanden?
    • Reparaturhistorie einsehbar?
    • Abnahmebericht oder Inspektionszertifikat?
    • Original-Handbücher und Ersatzteilzeichnungen?

    Test unter Last

    • Laufprobe durchführen (idealerweise "unter Span")
    • Präzisionsmessung durchführen
    • Alle Achsen testen
    • Kühlmittelanlage überprüfen
    • Späneförderer funktionsfähig?

    Die bekannten Hersteller: Worauf Sie achten sollten

    EMCO Drehmaschinen: Der Spezialist für kompakte Präzision

    EMCO ist ein österreichischer Hersteller mit großer Geschichte in der Drehbearbeitung. Emco Drehmaschinen sind weltweit bekannt für:

    Stärken von Emco Drehmaschinen:

    • Kompakte Bauweise: Viele Emco-Modelle benötigen wenig Platz
    • Präzision: Auch ältere Modelle halten noch nach Jahren ihre Genauigkeit
    • Vielseitigkeit: Vom konventionellen Modell bis zur modernen CNC-Drehmaschine
    • Verfügbarkeit: Viele Emco-Maschinen auf dem Gebrauchtmarkt
    • Ersatzteile: Für gängige Modelle gut verfügbar

    Typische Emco-Modelle gebraucht:

    • EMCO EMCOMAT: Konventionelle Drehmaschine, robust und zuverlässig
    • EMCO MAXXTURN: Moderne 4-Achs-Drehmaschine mit Fanuc oder Siemens
    • EMCO TURN: Kompakte CNC-Drehmaschinen für Präzision
    • EMCO FB4: Mit Y-Achse für komplexe Bearbeitung

    Eine gebrauchte EMCO-Drehmaschine bietet oft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im kompakten Segment. Viele mittelständische Unternehmen arbeiten seit Jahrzehnten zufrieden mit Emco-Maschinen.

    Weitere etablierte Hersteller

    Neben Emco gibt es viele andere etablierte Marken auf dem Gebrauchtmarkt: Index, Traub, Citizen, Star Micronics, Schütte, DMG, Hermle und viele andere. Jeder Hersteller hat eigene Stärken und Besonderheiten.

    Fräsmaschinen für Metall: Gebrauchte CNC-Fräsmaschinen richtig bewerten

    Der Kauf gebrauchter CNC-Fräsmaschinen für Metallbearbeitung erfordert ähnliche Sorgfalt wie beim Drehmaschinen-Kauf – mit zusätzlichen Aspekten:

    Spezifische Checkpunkte für gebrauchte Fräsmaschinen:

    Arbeitsgenauigkeit

    • Präzisionsmessung durchführen (idealerweise mit Messtaster)
    • Wiederholgenauigkeit testen (mindestens 5 Versuche)
    • 3D-Messung der Arbeitsfläche
    • Achsenparallelität überprüfen

    Werkzeugwechsler

    • Funktioniert der automatische Werkzeugwechsel zuverlässig?
    • Wie viele Werkzeuge passen? (Katalog 20, 40, 60 Plätze?)
    • Ist die Magnet- oder Klemmzange verschlissen?
    • Sicherungsmechanismus funktionsfähig?

    Kühlmittelanlage

    • Ist eine Hochdruck-Innenkühlanlage vorhanden? (Wichtig für produktive Bearbeitung)
    • Kühlmittelpumpe und Filter in gutem Zustand?
    • Kühlmitteltank sauber? (Hinweis auf Wartung)

    Spindel und Antrieb

    • Spindeldrehzahl: Ist die erreichbare Drehzahl ausreichend? (Modern: 12.000-24.000 U/min)
    • Kühlung der Spindel: Eigenkühlwasser oder Luftkühlung?
    • Vibrationsprüfung durchführen

    Markttrends 2025: Chancen und Herausforderungen

    Der Markt für gebrauchte Drehmaschinen und Fräsmaschinen für Metall entwickelt sich dynamisch:

    Positive Trends

    • Nachhaltigkeitsgedanke: Immer mehr Unternehmen wählen bewusst gebrauchte Maschinen
    • Digitalisierung: Moderne gebrauchte Maschinen lassen sich oft noch nachrüsten
    • Verfügbarkeit: Wegen Konjunkturabschwächung viele moderne Maschinen auf dem Markt
    • Steuerliche Vorteile: Sonderabschreibungen für gebrauchte Maschinen ab Juli 2025

    Herausforderungen

    • Qualitätsstreuung: Der Markt ist unübersichtlich, Qualität variiert stark
    • Preisdruck: Noch wird verhandelt, aber Preise stabilisieren sich
    • Fachkräfte: Bedienung spezieller Steuerungen erfordert Know-how

    Finanzierung und Wirtschaftlichkeit: Lohnt sich die Investition?

    Amortisationsrechnung für eine gebrauchte Drehmaschine

    Szenario: Mittelständischer Betrieb investiert 80.000 Euro in eine CNC-Drehmaschine gebraucht


    Neumaschine Gebrauchte DrehmaschineAnschaffung 200.000 €80.000 €Schulung (2 MA)4.000 €4.000 €Transport & Montage15.000 €3.000 €Jährliche Wartung3.000 €4.000 €Ersatzteile (Risikozuschlag)2.000 €3.000 €5-Jahres-Gesamtkosten234.000 €98.000 €Kostenersparnis
    136.000 € (58%)

    Fazit: Bei gleicher Produktivität amortisiert sich eine gebrauchte Maschine oft bereits im ersten Jahr.

    Finanzierungsmöglichkeiten

    • Direktkauf: Einfach, transparent, oft mit Rabatten
    • Leasing: Liquidiätsschonung, regelmäßige Wartung inbegriffen. Sprechen Sie uns an, wir arbeiten mit namhaften Leasingpartnern zusammen, die schon jahrelang im Gebrauchtmaschinenbereich Erfahrung haben!
    • Finanzierung: KfW-Förderkredite auch für gebrauchte Maschinen möglich
    • Steuerliche Vorteile: Sonderabschreibung 30% im Jahr der Anschaffung (bis 2027)

    Service und Support: Der entscheidende Faktor beim Gebrauchtkauf

    Nicht nur die Maschine selbst, sondern auch der Verkäufer ist entscheidend:

    Worauf Sie bei der Wahl des Partners achten sollten:

    Seriöse Verkäufer bieten:

    - ✅ Transparente und ehrliche Dokumentation des Maschinenzustandes

    - ✅ Testläufe und Demonstrationen "unter Span"

    - ✅ Schulung und Inbetriebnahme (auch durch Dritte)

    - ✅ Transport und Montage optional

    Red Flags – Vorsicht bei:

    - ❌ Maschinen "wie besehen" ohne Überprüfung

    - ❌ Keine Dokumentation oder Servicehistorie vorhanden

    - ❌ Nur "Billig-Preise" ohne Besichtigung

    - ❌ Kein persönlicher Kontakt möglich (nur Online)

    Praktischer Leitfaden: Die 10 Schritte zum erfolgreichen Kauf

    1. Anforderungen klären

    Definieren Sie präzise: Welche Teile, welche Materialien, welche Stückzahlen?

    2. Maschinentyp bestimmen

    Drehmaschine gebraucht oder Fräsmaschine? Manuelle oder CNC? Welche Steuerung?

    3. Markt recherchieren

    Online-Plattformen, Fachhändler, Makler: Wo finden Sie die beste Auswahl?

    4. Inserat analysieren

    Technische Daten, Fotos, Zustandsbeschreibung – kritisch lesen!

    5. Verkäufer kontaktieren

    Fragen stellen, Inspektionsmöglichkeit klären, Testlauf vereinbaren.

    6. Vor-Ort-Besichtigung

    "Unter Strom und Span" – die Maschine muss laufen!

    7. Technische Prüfung

    Messungen durchführen, Inspektionscheckliste abarbeiten.

    8. Preis verhandeln

    Basierend auf Zustand und Marktvergleich realistisch und fair verhandeln.

    9. Dokumentation prüfen

    Alle Unterlagen, Rechnungen, Wartungsprotokolle vorhanden?

    10. Kaufvertrag abschließen

    Schriftlicher Vertrag mit allen Bedingungen und Beschreibungen.

    Erfolgreiche Partner: VIB KG – Ihr Partner für gebrauchte Metallbearbeitungsmaschinen und gebrauchte Drehmaschinen

    Bei VIB KG verstehen wir die speziellen Anforderungen beim Kauf von gebrauchten Drehmaschinen und Fräsmaschinen für Metall. Mit über 40 Jahren Erfahrung bieten wir:

    Unser Service für Sie:

    Unser Portfolio umfasst etablierte Hersteller wie Index Drehmaschinen, Traub, Schütte und viele mehr. Ob Sie eine klassische Drehmaschine gebraucht suchen oder eine moderne CNC-Fräsmaschine für Metallbearbeitung – wir haben für jeden Bedarf die passende Lösung.

    Häufige Fragen zum Kauf von Drehmaschinen und Fräsmaschinen gebraucht

    F: Wie alt darf eine gebrauchte Drehmaschine sein?

    A: Das Alter ist sekundär – der Zustand entscheidend. Eine 15 Jahre alte, gut gewartete Index-Drehmaschine kann produktiver sein als eine 5 Jahre alte, vernachlässigte Maschine. 

    F: Welche Steuerung ist am sichersten beim Gebrauchtkauf?

    A: Fanuc gilt als besonders zuverlässig und langzeitstabil. Siemens bietet maximale Funktionalität. Heidenhain ist bei Fräsmaschinen optimal. Alle drei Systeme bieten noch nach 15-20 Jahren Ersatzteile und Support.

    F: Kann man eine gebrauchte Fräsmaschine für Metall modernisieren?

    A: Ja! Mit modernen Steuerungen (Retrofit), neuen Motoren und IoT-Sensoren lässt sich oft eine Maschine aus dem letzten Jahrzehnt für wenige zehn Tausend Euro „wie neu" machen.

    F: Wie lange hält eine gebrauchte Drehmaschine nach dem Kauf noch?

    A: Bei normaler Wartung 10-20 Jahre oder mehr. Index-Drehmaschinen, zum Beispiel, sind bekannt, dass sie jahrzehntelang zuverlässig arbeiten.

    F: Was kostet eine gute gebrauchte CNC-Drehmaschine?

    A: 15.000-500.000 Euro für Standard-Modelle. Spezialisierte Mehrspindler bis zu mehreren 100.000 Euro.

    Fazit: Drehmaschinen gebraucht, Fräsmaschinen gebraucht – die smarte Wahl 2025

    Der Kauf einer gebrauchten Drehmaschine oder gebrauchten CNC-Fräsmaschine für Metallbearbeitung ist heute eine strategisch kluge Entscheidung – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch verantwortungsvoll.

    Die Erfolgsfaktoren zusammengefasst:

    • Klare Anforderungsanalyse durchführen
    • Gründliche Inspektionen vor Ort durchführen
    • Vertrauenswürdige Partner wählen (nicht die Billigsten)
    • Vollständige Dokumentation fordern
    • Realistische Preise verhandeln
    • Langfristige Servicebeziehung aufbauen

    Ob Sie eine EMCO-Drehmaschine, eine Index-Mehrspindler, eine moderne Heidenhain-Fräsmaschine oder ein anderes System suchen – der Markt bietet heute hochwertige Alternativen zu teuren Neumaschinen.

    Unser Versprechen: Bei VIB Dannenmaier erhalten Sie nicht nur eine Maschine, sondern einen Partner für Ihre Fertigung. Mit persönlicher Beratung, fairen Preisen und verlässlichem Service begleiten wir Sie vom ersten Anforderungs-Gespräch bis zur produktiven Nutzung Ihrer neuen (gebrauchten) Maschine.

    Sie möchten eine Drehmaschine gebraucht kaufen oder suchen gebrauchte Fräsmaschinen für Ihre Metallverarbeitung? Kontaktieren Sie uns – gerne besprechen wir Ihre Anforderungen und zeigen Ihnen die passenden Optionen aus unserem aktuellen Bestand. VIB Dannenmaier – Ihr zuverlässiger und seriöser Partner für gebrauchte Industriemaschinen seit über 40 Jahren.

    Happy Halloween!!
    Ulli Dannenmaier - 31.10.2025


    Siemens 840D vs. Fanuc vs. Heidenhain: Steuerungsvergleich für Gebrauchtmaschinenkäufer
    Ulli Dannenmaier - 17.10.2025

    Die CNC-Steuerung ist das Herzstück jeder Werkzeugmaschine. Beim Kauf gebrauchter CNC-Maschinen steht man vor der Wahl: Siemens 840D, Fanuc oder Heidenhain? Dieser umfassende Vergleich hilft Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihre Anwendung zu treffen.

    Einleitung: Warum die Steuerung beim Gebrauchtkauf entscheidend ist

    Während bei Neumaschinen oft die Wahl des Maschinenherstellers automatisch die Steuerung vorgibt, bietet der Gebrauchtmaschinenmarkt eine deutlich größere Vielfalt. Eine CNC-Drehmaschine von Index kann mit Siemens oder Fanuc ausgestattet sein, ein Chiron-Bearbeitungszentrum läuft wahlweise mit Siemens oder Fanuc, und bei vielen Hermle-Maschinen finden Sie Heidenhain-Steuerungen.

    Diese Vielfalt ist Chance und Herausforderung zugleich. Die Steuerung beeinflusst nicht nur die tägliche Arbeit, sondern auch langfristige Aspekte wie Ersatzteilversorgung, Schulungsaufwand und Wartungskosten. Über 70 Prozent aller weltweit eingesetzten CNC-Maschinen werden von diesen drei Herstellern gesteuert – eine fundierte Entscheidung lohnt sich also.

    Die drei Platzhirsche im Überblick

    Siemens Sinumerik (840D / 840D sl / ONE)

    Siemens ist der europäische Marktführer und besonders in Deutschland stark verbreitet. Die 840D-Familie dominiert seit über zwei Jahrzehnten den Markt – mit enormer Funktionsvielfalt und umfassenden Automatisierungsmöglichkeiten.

    Marktposition: Besonders stark im deutschen Maschinenbau, Automobilindustrie und bei großen Serienfertigern

    Typische Einsatzgebiete: Komplexe Bearbeitungszentren, Großmaschinen, hochautomatisierte Fertigungslinien

    Fanuc (0i / 30i / 31i / 32i)

    Der japanische Weltmarktführer ist bekannt für Robustheit und Zuverlässigkeit. Fanuc-Steuerungen gelten als nahezu unverwüstlich und sind besonders in der Serienfertigung und Robotikintegration erste Wahl.

    Marktposition: Globaler Marktführer mit besonders starker Präsenz in der Automobilindustrie und Elektronikfertigung

    Typische Einsatzgebiete: Drehmaschinen, Mehrspindler, hochautomatisierte Serienproduktion, Roboterzellen

    Heidenhain (iTNC 530 / TNC 640 / TNC7)

    Der deutsche Spezialist für präzise Fräsbearbeitung genießt in Werkstatt und Werkzeugbau einen exzellenten Ruf. Heidenhain steht für intuitive Bedienung und dialogorientierte Programmierung.

    Marktposition: Besonders stark im Werkzeug- und Formenbau, Medizintechnik und bei Einzelteil- und Kleinserienfertigung

    Typische Einsatzgebiete: 5-Achs-Fräsmaschinen, Bearbeitungszentren für Werkzeugbau, hochpräzise Anwendungen

    Programmierung und Bedienung: Die tägliche Praxis

    Die Art der Programmierung und Bedienung bestimmt maßgeblich die Effizienz in der Werkstatt. Hier unterscheiden sich die drei Systeme deutlich.

    Siemens: Flexibilität durch Vielseitigkeit

    • Siemens bietet die größte Programmiervielfalt. Sie können zwischen verschiedenen Programmierarten wählen:
    • Klassische G-Code-Programmierung: Standard ISO-Code wie bei den meisten Steuerungen
    • ShopMill/ShopTurn: Grafische, zyklenorientierte Programmierung für die Werkstatt
    • High-Level-Sprachen: Möglichkeit zur IF-THEN-ELSE-Programmierung und komplexen Parameterabfragen
    • Besonderheit: Die parametrische Programmierung von Siemens ist außerordentlich mächtig. Komplexe Abläufe lassen sich elegant lösen. Allerdings erfordert dies auch entsprechendes Know-how.
    • Praxisurteil Bediener: „Bei Siemens kann ich fast alles machen – wenn ich weiß wie. Die Lernkurve ist steil, aber es lohnt sich."

    Fanuc: Effizienz durch Standardisierung

    • Fanuc setzt konsequent auf G-Code nach ISO-Standard. Die Bedienoberfläche ist funktional und auf Geschwindigkeit optimiert.
    • Strikte G-Code-Orientierung: Wenig Spielraum, dafür hohe Konsistenz
    • Makroprogrammierung: Leistungsfähig, aber weniger intuitiv als Siemens-Parametrik
    • Bildschirmaufbau: Extrem schnell und reaktionsschnell – wichtig bei Serienproduktion
    • Besonderheit: Die Fanuc Custom Macro B ermöglicht komplexe Programmierungen, erfordert aber Spezialwissen. Für Standardaufgaben ist Fanuc sehr effizient.
    • Praxisurteil Bediener: „Fanuc ist schnörkellos und schnell. Für Serienteile perfekt, bei Einzelteilen manchmal umständlich."

    Heidenhain: Werkstattgerechter Klartext-Dialog

    • Heidenhain geht einen eigenen Weg mit dem Klartext-Dialog – einer dialogorientierten Programmierung, die auch ohne CAM-System komplexe Teile ermöglicht.
    • Klartext-Programmierung: Fast selbsterklärend, ideal für Werkstatt
    • Konversationelle Zyklen: Umfangreiche Bearbeitungszyklen mit grafischer Unterstützung
    • Freie Konturprogrammierung (FK): Ermöglicht Programmierung auch ohne vollständige NC-Zeichnung
    • Besonderheit: Heidenhain erlaubt die Mischung von Klartext und G-Code. Die grafische Simulation ist vorbildlich und erleichtert die Fehlervermeidung erheblich.
    • Praxisurteil Bediener: „Mit Heidenhain kann ich direkt an der Maschine programmieren – auch komplexe Teile ohne CAM. Das spart Zeit."

    Leistungsfähigkeit und Präzision

    Alle drei Steuerungen erreichen heute Mikrometer-Genauigkeit. Dennoch gibt es Unterschiede in spezifischen Anwendungen.

    Siemens: Der Allrounder für komplexe Aufgaben

    Stärken:

    • Hervorragend für komplexe Kinematiken und viele Achsen
    • Beste Interpolationsleistung bei simultaner 5-Achs-Bearbeitung
    • Exzellente Integration in Automatisierungsumgebungen (PROFINET)
    • Hochgeschwindigkeitsbearbeitung mit Advanced Surface

    Grenzen:

    • Reaktionszeit der Bedienoberfläche kann bei älteren Modellen (840D) träge sein
    • Windows-basierte Systeme erfordern IT-Know-how

    Fanuc: Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit

    Stärken:

    • Extrem schnelle Zykluszeiten durch optimierte Bahnberechnung
    • Beste Roboterintegration (kein Wunder, Fanuc ist Weltmarktführer bei Industrierobotern)
    • Hervorragend für Drehbearbeitung und Mehrspindler
    • Minimale Ausfallzeiten – legendäre Robustheit

    Grenzen:

    • Bedienoberfläche wirkt teilweise veraltet
    • Komplexe Parameterprogrammierung weniger elegant als bei Siemens

    Heidenhain: Präzision für anspruchsvolle Fräsaufgaben

    Stärken:

    • Beste Oberflächenqualität bei 3D-Konturen
    • Hervorragende Werkzeugbahnoptimierung
    • Echtzeit-Fehlerüberwachung für maximale Präzision
    • Position Adaptive Control (PAC) für höchste Genauigkeit

    Grenzen:

    • Weniger verbreitet bei Drehmaschinen
    • Höhere Anschaffungskosten (Aufpreis ca. 10.000 Euro gegenüber Fanuc)

    Ersatzteilverfügbarkeit und Service: Der Langzeitfaktor

    Bei gebrauchten Maschinen ist die langfristige Ersatzteilversorgung entscheidend. Hier zeigen sich deutliche Unterschiede.

    Siemens: Strukturierter Lifecycle

    Siemens hat klare Produktlebenszyklen definiert:

    • Sinumerik 840D (seit 2004): Seit Oktober 2024 im Status "Ersatzteile only" – keine Neuteile mehr verfügbar
    • Sinumerik 840D sl: Noch voll verfügbar, aber Nachfolger (Sinumerik ONE) bereits etabliert
    • Extended Availability: Für ausgewählte Komponenten verlängerte Ersatzteilgarantie
    • Service-Netzwerk: Flächendeckend in Deutschland, spezialisierte Dienstleister wie Eichler, Allmendinger oder RGB Elektronika bieten Reparatur und Ersatzteile

    Praxistipp: Bei Maschinen mit 840D sollten Sie die Ersatzteilverfügbarkeit für kritische Komponenten vorab prüfen. Ein Retrofit auf 840D sl oder ONE ist möglich, aber kostenintensiv.

    Fanuc: Lebenslange Ersatzteilgarantie

    Fanuc verspricht "lifetime support" – und hält das Versprechen weitgehend:

    • Langlebigkeit: Fanuc-Komponenten sind extrem robust und langlebig
    • Ersatzteilversorgung: Auch für 20+ Jahre alte Steuerungen noch Teile verfügbar
    • Weltweites Netzwerk: Fanuc-Service und Reparaturpartner weltweit
    • Reparatur-Freundlichkeit: Viele Komponenten können repariert werden statt Komplettaustausch

    Praxistipp: Fanuc-Steuerungen sind eine sichere Bank für den Langzeitbetrieb. Selbst eine 15 Jahre alte Fanuc 0i lässt sich noch problemlos mit Ersatzteilen versorgen.

    Heidenhain: Premium-Service für Premium-Produkte

    Heidenhain bietet exzellenten, aber auch kostenintensiveren Service:

    • Lange Verfügbarkeit: Auch ältere Modelle wie iTNC 530 (seit 2004) noch serviceabel
    • Direkter Herstellersupport: Heidenhain-eigenes Service-Netzwerk
    • Upgrade-Pfade: Alte Steuerungen können oft auf neue Software-Versionen aufgerüstet werden
    • Kompatibilität: Neue Steuerungen (TNC7) können oft alte Programme nutzen

    Praxistipp: Bei Heidenhain lohnt sich oft ein Software-Upgrade statt Hardwaretausch. Die Investition von 5.000-10.000 Euro kann eine 15 Jahre alte Maschine deutlich aufwerten.

    Schulung und Verfügbarkeit von Fachkräften

    Ein oft unterschätzter Faktor: Finden Sie überhaupt Personal, das Ihre Steuerung bedienen kann?

    Siemens: Gute Verbreitung in Deutschland

    • Fachkräfte: In Deutschland am weitesten verbreitet, viele Facharbeiter mit Siemens-Kenntnissen
    • Schulungsangebot: Zahlreiche Bildungsträger (IHK, private Schulungszentren)
    • Kosten: Grundkurs 1.500-2.500 Euro für 5 Tage
    • Einarbeitungszeit: Erfahrene CNC-Fachkräfte benötigen 2-4 Wochen für Grundfunktionen

    Fanuc: Weltweit Nummer 1

    • Fachkräfte: Weltweit am meisten verbreitet, in Deutschland gut verfügbar
    • Schulungsangebot: Fanuc Academy und zahlreiche Partner
    • Kosten: Vergleichbar mit Siemens
    • Einarbeitungszeit: G-Code-Kenntnisse übertragen sich leicht, 1-2 Wochen für Grundfunktionen

    Heidenhain: Spezialistenwissen gefragt

    • Fachkräfte: Weniger verbreitet, aber im Werkzeugbau gut verfügbar
    • Schulungsangebot: Heidenhain-eigene Schulungszentren, hohe Qualität
    • Kosten: Grundkurs ca. 1.800 Euro (Premium-Mitglieder 1.440 Euro)
    • Einarbeitungszeit: Klartext-Dialog ist intuitiv, auch Quereinsteiger lernen schnell

    Praxistipp: Bei Heidenhain lohnt sich die Investition in gründliche Schulung besonders. Die Möglichkeiten der Steuerung werden oft nicht voll ausgeschöpft.

    Integration und Vernetzung: Industrie 4.0

    Die Zukunftsfähigkeit einer Steuerung zeigt sich in den Vernetzungsmöglichkeiten.

    Siemens: Digitalisierungs-Champion

    • MindSphere: Cloud-Anbindung für Predictive Maintenance
    • PROFINET: Industriestandard für Automatisierung
    • OPC UA: Offene Schnittstellen für MES/ERP-Integration
    • Digitaler Zwilling: Umfassende Simulationsmöglichkeiten

    Bewertung: Siemens ist führend bei Industrie 4.0 und Digitalisierung

    Fanuc: Field System und IoT

    • FIELD system: Fanuc-eigene IoT-Plattform
    • MT-LINKi: Cloudbasierte Maschinenüberwachung
    • Roboterintegration: Nahtlose Anbindung von Fanuc-Robotern
    • Zero Down Time (ZDT): KI-basierte Predictive Maintenance

    Bewertung: Sehr gut, besonders in Kombination mit Fanuc-Robotern

    Heidenhain: Connected Machining

    Connected Machining: Heidenhain-Vernetzungskonzept

    • OPC UA: Standardschnittstelle verfügbar
    • Remote Service: Fernwartung und -diagnose
    • StateMonitor: Maschinenüberwachung und Auswertung

    Bewertung: Solide Grundfunktionen, aber weniger umfassend als Siemens

    Die richtige Wahl für Ihre Anwendung

    Nach diesem umfassenden Vergleich stellt sich die Frage: Welche Steuerung passt zu Ihnen?

    Wählen Sie Siemens 840D/sl, wenn...

    ✅ Sie komplexe Bearbeitungen mit vielen Achsen durchführen

    ✅ Ihr Unternehmen bereits Siemens-Automatisierung nutzt

    ✅ Sie in die Digitalisierung/Industrie 4.0 investieren wollen

    ✅ Flexible Programmierung wichtiger ist als schnellste Bedienung

    ✅ Sie qualifiziertes Personal in Deutschland finden müssen

    ⚠️ Beachten Sie: Bei 840D-Maschinen (vor 2010) Ersatzteilverfügbarkeit prüfen

    Wählen Sie Fanuc, wenn...

    ✅ Zuverlässigkeit und Robustheit absolute Priorität haben

    ✅ Sie Serienfertigung mit hohen Stückzahlen betreiben

    ✅ Drehbearbeitung oder Mehrspindler im Fokus stehen

    ✅ Roboterintegration geplant ist

    ✅ Langfristige Ersatzteilverfügbarkeit entscheidend ist

    ✅ Weltweit Fachkräfte verfügbar sein sollen

    ⚠️ Beachten Sie: Weniger intuitiv für Einzelteilfertigung

    Wählen Sie Heidenhain, wenn...

    ✅ Sie hochpräzise Fräsbearbeitung durchführen

    ✅ Werkzeug- oder Formenbau Ihr Metier ist

    ✅ Programmierung direkt an der Maschine erfolgen soll

    ✅ Oberflächenqualität entscheidend ist

    ✅ 5-Achs-Simultanbearbeitung gefordert ist

    ✅ CAM-System nicht immer verfügbar oder wirtschaftlich ist

    ⚠️ Beachten Sie: Höhere Anschaffungskosten, spezialisiertes Personal nötig

    Hybrid-Lösungen und Retrofit

    Eine oft übersehene Option: Nicht jede Maschine muss mit ihrer Original-Steuerung laufen.

    Steuerungs-Retrofit: Bei sehr hochwertigen Maschinen mit veralteter Steuerung kann ein Steuerungstausch sinnvoll sein. Kosten: 30.000-80.000 Euro je nach Komplexität.

    Wann lohnt sich Retrofit?

    • Mechanik der Maschine ist top, Steuerung veraltet
    • Ersatzteile nicht mehr verfügbar
    • Vernetzung/Industrie 4.0 erforderlich
    • Produktivitätssteigerung rechtfertigt Investition

    Praxisbeispiele aus dem VIB KG Portfolio

    Um die Theorie greifbar zu machen, hier drei aktuelle Beispiele aus unserem Bestand:

    INDEX MS 32 C mit Siemens 840D (Baujahr 2009)

    6-Spindel-Drehmaschine, ideal für Serienteile. Die Siemens-Steuerung ermöglicht komplexe Synchronprogrammierung, Ersatzteile noch gut verfügbar. Empfehlung: Für Betriebe mit Siemens-Erfahrung und mittleren bis große Serien perfekt.

    TRAUB TNL 18 mit Traub TX 8i (Fanuc-basiert, Baujahr 2011)

    Langdrehmaschine für Präzisionsteile. Die Fanuc-basierte Traub-Steuerung ist extrem zuverlässig. Empfehlung: Für Serienproduktion mit höchsten Verfügbarkeitsanforderungen.

    DECKEL MAHO DMU 70 mit Heidenhain iTNC 530 (Baujahr 2008)

    5-Achs-Bearbeitungszentrum für Werkzeugbau. Die Heidenhain-Steuerung ermöglicht werkstattnahe Programmierung auch komplexer Geometrien. Empfehlung: Für Werkzeugbau und Prototypenfertigung ideal.

    Die VIB KG Empfehlung: Es kommt auf Ihre Situation an

    Nach über 40 Jahren Erfahrung im Gebrauchtmaschinenhandel wissen wir: Es gibt keine "beste" Steuerung für alle. Die richtige Wahl hängt von Ihren spezifischen Anforderungen ab:

    • Für den Einstieg: Fanuc bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und höchste Langzeitsicherheit
    • Für anspruchsvolle Bearbeitung: Heidenhain ist bei Fräsaufgaben oft die produktivste Wahl
    • Für Automatisierung und Vernetzung: Siemens bietet die umfassendsten Möglichkeiten

    Unser Service für Sie:

    Wir beraten Sie nicht nur zur Maschine, sondern auch zur optimalen Steuerung für Ihre Anwendung. Dabei berücksichtigen wir:

    • Ihre vorhandene Maschinenlandschaft
    • Verfügbare Qualifikationen Ihrer Mitarbeiter
    • Ihre Fertigungsstrategie (Serie/Einzelteil)
    • Langfristige Entwicklungspläne
    • Budget und Wirtschaftlichkeit

    Fazit: Fundierte Entscheidung statt Bauchgefühl

    Die Wahl der CNC-Steuerung beim Kauf einer gebrauchten Maschine ist weitreichend und sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Alle drei Systeme – Siemens, Fanuc und Heidenhain – haben ihre Berechtigung und spezifischen Stärken.

    Die wichtigsten Entscheidungskriterien nochmals zusammengefasst:

    • Anwendung: Drehen → Fanuc, Fräsen → Heidenhain, Universal → Siemens
    • Fertigungsart: Serie → Fanuc, Einzelteil → Heidenhain, gemischt → Siemens
    • Verfügbare Qualifikation: Vorhanden nutzen, sonst Schulungsaufwand einplanen
    • Langfristigkeit: Fanuc für maximale Sicherheit
    • Vernetzung: Siemens für Industrie 4.0
    • Budget: Fanuc langfristig günstigster TCO

    Unser Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für diese Entscheidung. Eine Besichtigung beim aktuellen Betreiber mit Ihrem Programmier- oder Maschinenpersonal lohnt sich. Testen Sie die Bedienung, sprechen Sie mit den Bedienern vor Ort. Diese Praxiserfahrung ist mehr wert als jeder theoretische Vergleich.

    Bei VIB KG finden Sie alle drei Steuerungssysteme in unserem Maschinenbestand, vor allem aber Siemens und Fanuc - Steuerungen. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede gerne vor Ort und helfen Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihre spezifische Situation zu treffen.

    Erstellt von und mit Hilfe von KI.